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Blau-Weiß über weite Strecken des Spiels ohne Landesklassenformat!

16.Spielag am 21.2.2026 Radebeuler BC 1. gegen FV Blau-Weiß Zschachwitz 1. 2:1 (1:0)

Blau-Weiß über weite Strecken des Spiels ohne Landesklassenformat! Nach den mäßigen Leistungen in den Vorbereitungsspielen stand nun die 1. Pflichtaufgabe gegen die im Mittelfeld platzierten Radebeuler auf dem Programm. An dieser Stelle nachträglich unserem langjährigen und verdienstvollen Trainer Jürgen Fischer herzlichen Glückwunsch, alles Gute und beste Gesundheit zum 60. Geburtstag. Bis auf Schneider und den weiterhin verletzten Pafel waren 17 Spieler auf dem Spielberichtsbogen nominiert.

Unter der Leitung von Schiedsrichter Younes Sellam vom TSV Cossebaude hatten die Gastgeber, in Grün-Schwarz spielend, den besseren Start. Es waren noch keine 10 Minuten gespielt und schon vier Eckbälle wurden von Routinier Töppel gefährlich vor das Tor von Meyer gebracht. Dazu drei Torschüsse, zwei über bzw. neben das Tor, und einen hielt unser Torwart mit guter Fußabwehr. Dann auch erster Angriff von Blau-Weiß und Torchance mit Goldberg-Schuss. Den vom Torwart abgewehrten Ball schießt Eberlein im Nachschuss über das Tor der Radebeuler. Wenig später setzt sich Eberlein gut gegen die Abwehr des Gastgebers durch und wird zu Fall gebracht. Warum Schiri Sellam hier keinen Strafstoß pfiff, bleibt unbeantwortet.

Die Gastgeber mit vier Spielern in den Enddreißigern spielten den Ball über mehrere Stationen bis an den Strafraum von Blau-Weiß. Zu oft ließ unsere Abwehr dem bereits genannten Töppel Spielraum und Schussmöglichkeiten. Hier musste man teilweise von großer Nachlässigkeit sprechen. Glücklicherweise gingen diese Schüsse über oder neben das Gästetor. Wenn die Abwehr erfolgreich in Ballbesitz kam, wurden die Bälle hoch und weit nach vorn geschlagen, unabhängig davon, ob im Zweikampf oder freistehend. Das Ergebnis: Fast alle Bälle landeten beim Gegner, die erneut ihr Spiel aufbauen konnten. In dieser Phase fehlte Noah Pafel mit seinen Bemühungen, das Spiel zu gestalten.

Eine Möglichkeit ergab sich in der 30. Minute. Klappan bringt den Ball zu Voigt auf Höhe der Mittellinie. Nach kurzem Lauf mit dem Ball sieht Voigt den freilaufenden Goldberg, leider war der Ball für „Vincent Lu“ nicht erreichbar. So war eigentlich dieses Unentschieden das Beste aus Zschachwitzer Sicht.

In der 36. Spielminute wird ein Ball flach in unseren Strafraum gespielt und Klappan schien die Situation zu bereinigen. Leider kam er im Zweikampf mit dem Radebeuler Derfert ins Straucheln und zu allem Unglück traf er den Gegner am Fuß. Dem sofortigen Strafstoßpfiff von Schiri Sellam war nicht zu widersprechen. Das schon genannte Töppel verwandelte sicher zum 1:0 für den Radebeuler BC.

Noch waren einige Minuten bis zum Pausentee zu spielen, als Donath, trotz guter Athletik und vorhandenem Kampfgeist, seinen Gegenspieler nahezu 35 Meter laufen und dann auch auf unser Tor schießen ließ. Glücklicherweise geht dieser Schuss knapp am Tor von Meyer vorbei. Auch ein Direktschuss von Töppel aus 20 Metern geht am Tor vorbei. Noch mal ein Gegenangriff mit guter Ausgleichsmöglichkeit für Birkner, dessen Schuss hält der Torwart, und bei seinem Nachschuss wird er von den Beinen geholt. Natürlich sahen die Blau-Weißen Fans Strafstoß. Leider sah dies der Schiri nicht so und kurz danach kam dann der Halbzeitpfiff.

Bleibt zu hoffen, dass Trainer Fischer, der mehrmals in dieser ersten Halbzeit seinen Unwillen zu schwachen Leistungen lautstark zum Ausdruck brachte, die richtigen Worte findet, um eine Leistungssteigerung der ganz in Blau spielenden Zschachwitzer zu erreichen. Wenn man als langjähriger Fan und mittlerweile 11 Jahre als Berichterstatter zum Ausdruck bringen muss, dass es diese Leistungssteigerung nicht gab, tut es schon weh.

Die Karl-May-Städter bestimmten weiterhin das Spiel, ohne uns zu erdrücken oder durch weitere Tore den K.-o.-Schlag zu versetzen. Die vorhandenen Möglichkeiten der Gastgeber landeten über oder neben dem Tor von Blau-Weiß. Es war aber auch ein Tag, an dem Blau-Weiß ein Quäntchen Glück fehlte. Als nach etwa 70 Spielminuten Goldberg kurz hinter der Mittellinie den Ball bekam und seinem Gegenspieler davonlief, kam seine Eingabe auf die linke Seite und brachte Eberlein etwa drei Meter vor dem Tor in Ballbesitz. Leider ging sein Schuss am langen Pfosten vorbei.

In der 80. Minute ging ein 30-Meter-Schuss von „JayJay“ knapp am Tor vorbei. Dann plötzlich wiederholte Angriffe von Blau-Weiß und als ein Torschuss nur kurz abgewehrt wurde, war der eingewechselte Domke zur Stelle und ihm gelang in der 83. Minute der 1:2-Anschlusstreffer. Nun wurde mit Druck und Kampfgeist alles mobilisiert und kurz vor dem Abpfiff landete ein Kopfball am Radebeuler Torpfosten.

Schade – wenn dieses Tor zehn Minuten eher gefallen wäre, wäre trotz schwachen Spiels ein Remis möglich gewesen. Wenn man im Abstiegskampf Erfolg haben möchte, bedarf es einer Leistungssteigerung mit mehr Abwehrstabilität sowie erhöhter Chancenerarbeitung und -verwertung. Hoffnungsvoll sind die Fans und Peter Lemme.

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