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Blau-Weiß trotz Niederlage mit gleichwertiger 1. Halbzeit

22.Spieltag am 18.04.2026 SV Wesenitztal 1 gegen FV Blau-Weiß Zschachwitz 1: 3:0 (0:0)

Blau-Weiß trotz Niederlage mit gleichwertiger 1. Halbzeit und zufriedenstellendem Engagement! Die Abschiedsrunde der Zschachwitzer ist eingeläutet. Nun gilt es, die letzten acht Spiele gut und ehrenvoll anzugehen bzw. abzuschließen. Gleichzeitig macht sich das Trainerteam Gedanken, wie es auch in Zukunft bei Blau-Weiß 1. Mannschaft weitergeht. Teilweise scheiden einige Spieler wegen Arbeitsaufgaben oder Studium nach Abschluss der Saison 25/26 aus. Deshalb werden in den nächsten Spielen A-Junioren in die Mannschaft aufgenommen, um in der Stadt-Oberliga ordentlich mitspielen zu können.

Nach dem Anpfiff von Schiedsrichter Daniel Grader vom Hoyerswerdaer FC begannen die Platzherren angriffsbetont. In dieser Anfangsphase musste Domke zweimal klären: einmal durch guten körperlichen Einsatz und dann mit langem Bein zur Ecke für den SV. Auch Blau-Weiß begann mit Spielaufbau in der eigenen Hälfte, d. h. nur bei Abwehrsituationen wurde der Ball lang und weit geschlagen. So spielten Pilko, Luttert und Eberlein den Ball in die gegnerische Hälfte, und nach dem ersten Eckball gelang dem zum Kapitän eingesetzten Klappan ein kraftvoller Kopfball, der am Tor vorbeiging.

Luttert wurde wenig später 30 Meter vor dem SV-Tor gefoult, und Pilko brachte den Freistoß vor das Tor, wo Lange mit einem Kopfball scheiterte. In der 20. Minute hält Meyer einen Schuss mit guter Fußabwehr. Ziegler, sehr laufstark, beschäftigte die Wesenitztaler Abwehr wiederholt. Als Schiefner zum Torschuss ansetzte, bereinigten Klappan und Zocher gemeinsam diese Situation.

Es folgten zwei Eckbälle für den ganz in Grau spielenden Tabellenzehnten. Erst klärt Klappan mit dem Kopf, und dann ist Meyer mit Hand und Körper gegen Kaboth erfolgreich. Eberlein erneut mit Versuch einer Spielgestaltung: sein Abspiel zu Pilko, weiter zu Goldberg, der aber im Abseits stand. Die Zweikampfführung von Lange war lobenswert, allerdings sollte er nach dem Ausspielen von ein bis zwei Gegnern abspielen, statt sich bei Nummer drei festzulaufen.

Zunehmende Zweikämpfe zwischen Domke und Schiefner konnte der 21-jährige „Kito“ wiederholt erfolgreich abschließen, obwohl einmal Gelb nicht zu vermeiden war. Mit zunehmender Spielzeit kam auch A-Junior Günzel immer besser ins Spiel. Zwischenzeitlich hatte Zocher einen Zweikampf mit Schiefner zu bestehen. Nach einem Freistoß des SV aus 35 Metern kam der Ball zum freigelaufenen Siegemund, der aber im Abseits stand.

Einen Flankenball von Ziegler erhielt Goldberg in guter Position, leider war ihm der Ball an die Hand gesprungen. Einen 30-Meter-Schuss von „Vincent“ hält der Torwart. In der 41. Minute geht ein Schuss von Ziegler nur Zentimeter am Tor vorbei, und wenig später ein Abspiel von Pilko zu Ziegler, dessen Schuss über das Tor geht. Sekunden vor dem Halbzeitpfiff rettete Domke mit Kopfballabwehr kurz vor der Torlinie.

In der Pause soll den Organisatoren der Aktion „Fanclub Blau-Weiß“ Dank ausgesprochen werden. Mit Fahnenschwenken von etwa 20 jungen Fans, mit blau-weißen Anfeuerungsrufen und auch Bengalos, die etwas abseits vom Platz gezündet wurden. Natürlich hofften die angereisten Dresdner Fans auf eine Fortsetzung der Leistung ihrer Mannschaft.

Der erste größere Fehler: Ein Abschlag von Meyer kam nicht genau bei den Blau-Weißen an, und Routinier Schiefner lief etwa 30 Meter unbedrängt und schoss in der 48. Minute zum 1:0 ein. Im Gegenzug ein langer Ball von Lange zu Goldberg, der aber geblockt wurde. Nach einem weiteren Eckball lässt man Wenzel freistehen, und dessen Schuss aus der Drehung landete in der 53. Minute zum 2:0 im Dresdner Tor.

Einen Flachschuss hält Meyer. Als Goldberg im Strafraum zu Fall kam, glaubten die Gäste an einen Strafstoß, aber der Schiedsrichter sah es anders. Obwohl in der 64. Minute noch das 3:0 fiel, gab es bei den Gästen keine Resignation. Einen Vollspannschuss von Eberlein hielt der Torwart.

Lobenswert das Durchstehvermögen unserer „Youngster“ Zocher und Günzel. Bedauerlich, dass Blau-Weiß die eigenen Chancen nicht nutzte, aber die Mannschaft lebt und die Moral stimmt.

Peter Lemme

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