23 Spieltag am 25.4.2026 FV Blau-Weiß Zschachwitz 1. gegen Gelb-Weiß Görlitz 1. 1:4 (1:2)
Der Tabellenletzte Gelb-Weiß Görlitz war an diesem 23. Spieltag der bessere Absteiger! Bis auf die noch verletzten Stammspieler Luttert, Schneider, Reime und Nguyen hatte Blau-Weiß fast alle Mann an Bord bzw. im Spielberichtsbogen angeführt. So stand für die leider nicht so zahlreichen Dresdner Fans die Frage, ob nach fünf Niederlagen in der 2. Halbserie ein Erfolg zu verzeichnen ist?
Unter der Leitung von Schiedsrichter Yanik Haenes vom Dorfhainer SV begann das Spiel der wohl feststehenden Absteiger der Landesklasse Ost. Die Gäste ganz in Gelb u. Zschachwitz in hellblau-weiß. Der erste Angriff der Neißestädter konnte auf Kosten eines Eckballs abgewehrt werden. Im Gegenzug wurde Goldberg im gegnerischen Strafraum wegen zu hohen Beins zurückgepfiffen. Eine nachfolgende Ablage von Pafel zu Goldberg endet mit Torschuss am langen Toreck vorbei. Es waren 15 Minuten gespielt, als im Mittelfeld Blau-Weiß den Ball verlor und bei dem lang gespielten Ball zu Adam setzt sich dieser auf gleicher Höhe gegen Klappan durch und vollendet zum 1:0 für die Görlitzer. Hier fehlte wohl ein zweiter Mann zur Absicherung. Unmittelbar nach dem Anstoß der Gastgeber wird der Ball über die linke Seite erst nach vorn geschlagen, dann Eingabe von Ziegler in die Mitte, wo der aufgerückte Klappan mit kraftvollem Schuss der 1:1-Ausgleich gelingt. Dies war eine gelungene Wiedergutmachung von „Ferdi“. Gibt dies dem Tabellenvorletzten Auftrieb?
Leider trat dies nicht ein, sondern die Görlitzer hatten nach zwei hohen Eingaben in den Dresdner Fünfmeterraum weitere gute Tormöglichkeiten. Sollte Meyer nicht bei solchen Eingaben den Ball abwehren oder fangen? Lobenswert, wie Domke einen Gästeangriff unterbindet, aber wenn er anschließend den Ball im Dribbling wieder verliert, war es vergebliche Müh. Pafel setzt sich gegen Abwehrspieler durch, leider geht sein Torschuss am Tor vorbei. Dann ähnliche Situation wie beim 0:1, diesmal aber Klappan erfolgreich. Auch diesmal keine Absicherung für Klappan oder ist das so geplant oder Schicksal vom „letzten Mann“? Der in seinem zweiten Spiel eingesetzte Zocher klärt zweimal im eigenen Strafraum. Er wird aber gemerkt haben, mit welcher Robustheit die Gegenspieler den Zweikampf suchen. Uischner versucht den Gegenspieler im eigenen Strafraum vom Ball zu trennen. Leider trat er relativ plump dem Gegner in die Hacken und so entschied Schiri Haenes auf Strafstoß in der 29. Minute. Der Görlitzer Spielmacher Gamora ließ Meyer keine Chance und das 2:1 für Görlitz war gefallen. Kurz vor dem Pausenpfiff rettet Meyer gegen den durchgelaufenen Adam und bewahrt Blau-Weiß vor dem dritten Tor.
Wie so oft in letzter Zeit lagen die Hoffnungen der Blau-Weißen Fans auf der zweiten Halbzeit. Vielleicht gelingt dem lange verletzten Noah Pafel noch das eine oder andere gute Abspiel oder auch eine Torvorbereitung. Unmittelbar nach dem Wiederanpfiff vergeben erst Ziegler und dann Uischner gute Ausgleichschancen. Bei einem Angriff der Gäste in der 49. Minute kommt der Ball im Strafraum zum ungedeckten Gamora, der schießt sofort und es steht 3:1 für den Tabellenletzten. Man macht es den Gästen etwas zu leicht, waren die Worte des Platzsprechers und der zahlreichen Fans. Auch drei Eckbälle für Zschachwitz sorgten für keine Torgefahr bzw. kein Tor. Den mit viel Tempo freigelaufenen Keita kann Domke kurz vor dem Strafraum vom Ball trennen. Verletzte er sich dabei, da er danach ausgewechselt wurde?
Einen hohen Flankenball des eingewechselten Pilko köpft Ziegler an die Querlatte der Oberlausitzer. Als in der 65. Minute auch noch das 4:1 für Görlitz fiel, wurde dieses Spiel mehr und mehr zum „traurigen Blau-Weißen Nachmittag“. Es ist zweifellos eine sehr schwierige Zeit für eine der ältesten traditionellen Dresdner Fußballmannschaften. Verantwortliche, Trainer, Spieler und Fans sollten die Aufgabe annehmen und den Neuaufbau der Mannschaft engagiert bekleiden. Den Fans sollte aber auch klar sein, dass wohl bereits die Stadtoberliga für die nächsten Jahre eine Herausforderung sein wird.
Trotzdem sei noch einmal darauf hingewiesen: „Bitte, liebe Blau-Weißen, verabschiedet Euch in den verbleibenden sieben Spielen mit viel Engagement und einer guten Moral“. Alle Blau-Weißen Fans sind dankbar für die Leistungen in den vergangenen Jahren.
Peter Lemme





