Tag 1: Erste Eindrücke unserer C-Junioren aus Köln
Was für ein besonderes Erlebnis!
Blau-Weiß Zschachwitz darf den von den Stadtverbänden organisierten Fußballaustausch durchführen und Dresden in Köln vertreten – über Stadt- und Landesgrenzen hinweg unsere Ausbildung im Dresdner Fußball präsentieren. Vor uns liegen drei Tage voller intensiver Erfahrungen mit Mannschaften eines ganz anderen Schlags.
Doch von Beginn an: Während die Trainer bereits um 06:00 Uhr die Ruhe vor dem Sturm auf dem Platz in Zschachwitz genossen, trudelten ab 06:30 Uhr nach und nach 18 müde, aber motivierte Jungs ein. Pünktlich um 07:00 Uhr rollte der Bus mit unserem stets gut gelaunten Fahrer (Name folgt) Richtung Köln.
Trotz einiger Baustellen und Umleitungen erreichten wir die schöne Jugendherberge in Köln-Riehl pünktlich und stressfrei. Nach einer kurzen Einweisung ging es direkt weiter zum Spiel gegen den SC Weiler-Volkhoven.
Im für uns ungewohnten 11-gegen-11 standen insgesamt 36 blau-weiße Beine auf dem Großfeld – einige über die volle Distanz von 70 Minuten, andere im regelmäßigen Wechsel. Trotz eines frühen Rückstands und der ungewohnt großen Räume blieb die Mannschaft jederzeit motiviert. Sie belohnte sich mehrfach mit Anschlusstreffern und am Ende sogar mit einem verdienten Sieg.
Besonders auffällig war die individuelle Klasse jedes Einzelnen am Ball. Auch konditionell überzeugte das Team auf ganzer Linie.
Nach einem unglaublich fairen Spiel auf Augenhöhe ließen beide Mannschaften den Tag gemeinsam bei Bratwurst, Pommes und Steak ausklingen. Ein abendlicher Spaziergang rundete diesen eindrucksvollen und ereignisreichen Tag ab – mit Vorfreude auf zwei weitere spannende Fußballtage.
Bilder Tag 1
Tag zwei einer unerwarteten Reise
05:45 Uhr klingelt der Wecker – wer zur Hölle will am Feiertag so früh aufstehen?
Ganz klar: Blau-Weiß Zschachwitz.
Sind die Trainer einmal wach, werden um 06:10 Uhr die Spieler geweckt. Das gestrige Spiel muss schließlich ausgelaufen werden. Also treffen wir uns zu einer kleinen Laufrunde im Hof unserer Jugendherberge und genießen die ruhige, frühsommerliche Luft von Köln.
Nach einem ausgiebigen Frühstück schwingen wir uns zu unserem Busfahrer Lucian, der uns sicher – mit ein paar Umwegen – nach Brühl ins Phantasialand bringt. Dort sammeln wir unter tausenden Menschen, hochsommerlichen Temperaturen und langen Wartezeiten Erfahrungen in Loopings, Kreiseln, Beschleunigungen… und ungesundem Essen.
Doch die Trainer machen Druck – nach sechs Stunden heißt es: zurück in den Fußballmodus. Auf geht’s zum zweiten Spiel!
Und dann der kleine Schock:
Was ist das denn? Wo ist der Rasen hin? Hartplatz. Asche. Schleifscheibe. Der erste Eindruck sitzt. Die Schuhe sind dreckig, der Ball rollt anders – das wird eine Herausforderung.
Der DJK Löwe Köln empfängt uns mit offenen Armen und seiner U14 im 9-gegen-9.
Wir denken: älter, größer – das passt schon. Die Realität: Wir kommen erstmal gar nicht klar.
Wenn sich der Staub gelegt hat, weiß man, wo der Ball ist. Bis dahin herrscht Chaos. Kein Durchatmen möglich, der Staub hängt in der Luft, die Bedingungen sind komplett anders. Und unser körperlicher Vorteil? Wird durch stark spielende Kölner einfach ausgeglichen.
Am Ende setzen wir uns durch, drücken mehr aufs Spiel und gewinnen verdient mit 2:0. Aber eines bleibt hängen:
Diese Schleifscheibe in Köln hat uns mehr geschliffen, als wir erwartet haben.
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Bilder Tag 2
Sonntag Tag 3: Am Ende fehlten nur die Körner
Es ist Tag drei unseres Austauschs und er beginnt in bekannten Mustern: wecken, anziehen, laufen gehen. Die Begeisterung hält sich in Grenzen aber beschwert wird sich nicht. Nach dem Frühstück lernen wir endlich Köln kennen. Unser Stadtführer zeigt uns verwinkelte Ecken, alte Gassen und Mauern, moderne Museen und beeindruckende Bauwerke! Die Kinder halten lange durch, sind aufmerksam, beantworten Fragen – der Guide ist begeistert!
Zurück in der Jugendherberge packen wir die Sachen, es geht zum SV Auweiler-Esch 59 e.V. Und schon bei der Erwärmung wird klar, das wird eine harte Nummer. Die Spritzigkeit fehlt, die Schnelligkeit ist nicht mehr da, die Schultern hängen. Aber nur bis zum Anpfiff – im Spiel sind wir wieder voll dabei. Die Spieler beißen sich fest, sie führen schnelle Angriffe durch, sie verteidigen beherzt! Sie schnaufen, sie atmen tief, sie lassen sich Zeit… sie rufen: ich kann nicht mehr – die Trainer zeigen ihnen: doch, ihr könnt! Am Ende ist es einfach Pech, dass das Spiel 1:0 ausgeht.
Wir wurden besiegt, aber verloren hat hier keiner! Wir krönen unseren Austausch mit dem Besuch des Spiels Bayer 04 gegen RB Leipzig. Es ist der würdige Abschluss einer grandios agierenden Vertretung von Dresdner Jugend-Fußball in Köln.
Den Sonntag prägt die Rückreise, es ist ruhig, wir sind müde. Die Zimmer sind schnell geräumt, die Verabschiedung erfolgt. Lucia bringt uns in acht Stunden sicher nach Hause.
Die Eltern holen die Spieler – die sind stolz, glücklich, geschafft, müde. Und sie sind vor allem eins: Blau-Weiß Zschachwitz.
Wir bedanken uns bei allen, die zu dieser schönen Erfahrung beigetragen haben. Danke an die beiden Stadtverbände für die super Organisation. Danke an die Trainer und Mannschaftsleiter, die sich um die Spieler gekümmert haben.
Danke an Lucian, der uns sicher und lustig überall hingebracht hat. Danke an die Vereine aus Köln, die uns gezeigt haben, wie Fußball in anderen Teilen Deutschlands gespielt und gelebt wird.
Ein Dank auch an die Eltern, ohne deren Unterstützung Fußball für die Kinder nicht funktioniert!
Und am wichtigsten: danke an die Spieler – ihr habt uns sportlich und menschlich herausragend vertreten!











































































